st louis french hospitalSterbe- und Trauerkultur in Jerusalem und Hagen
Hagen, 24. Januar 2019 

Vor der Einführung in seine neue Aufgabe als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Mariä Himmelfahrt in Gellenbeck und St. Martinus in Hagen a.T.W. hat Pfarrer Hermann Hülsmann sechs Monate im St. Louis French Hospital in Jerusalem mitgearbeitet. Die Geschichte dieses Hauses reicht zurück ins 19. Jahrhundert. Es war ein für die damaligen Verhältnisse modernes Allgemeinkrankenhaus mit 120 Betten, das vor allem den französischen Pilgergruppen zur Verfügung stehen sollte. Von Beginn an war es aber auch offen für die einheimische Bevölkerung, völlig unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Heute ist es ein Hospiz und Pflegeheim mit 65 Betten. Dort werden Menschen mit verschiedenen Erkrankungen oder Pflegebedarfen am Ende ihres Lebensweges versorgt. Nähere Informationen über das Haus finden Sie hier. 

Im Rahmen eines Vortrages berichtete Pfarrer Hülsmann im Pfarrheim der St. Martinus-Gemeinde vor rund 80 Sterbe Trauerkultur 2019 01 24interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern über seine persönlichen Erfahrungen in dem Hospital. Er schilderte anschaulich die unterschiedlichen Umgangsweisen der christlichen, jüdischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen mit Sterben, Tod, Bestattung und Trauer. Beeindruckend war es zu hören, mit wie viel Respekt, Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung die Pflegekräfte im St. Louis French Hospital den Angehörigen aller drei Religionen begegnen und wie es ihnen aus dieser Haltung heraus gelingt, jeden Patienten auf seinem individuellen Weg am Ende seines Lebens liebevoll zu begleiten. - Eine echte Friedens- und Versöhnungsarbeit, die man den Vertretern der drei großen Relgionen in dieser Region zur Beilegung ihrer jahrezehntelangen Konflikte als Vorbild nur empfehlen kann!

Hier finden Sie einen Artikel der NOZ über den Vortrag.